Trinkwasserhygiene

Typische Verbindungen Trinkwassernetz – Nichttrinkwassernetz in der Installation:

trinkwasser

Nachrüstpflicht von Systemtrennern in Heizungsanlagen.
Heizungsanlagen dürfen nicht mehr ohne Systemtrenner
mit einem Wasserschlauch gefüllt werden.
   Trinkwasserleitungen und Feuerlöschleitungen müssen
voneinander getrennt werden.
Nasse Feuerlöschleitungen
dürfen nur über einen freien Auslauf an das Trinkwassernetz angeschlossen werden.

 

Die Trinkwasserhygieneverordnung wurde zum besseren Schutz der menschlichen Gesundheit novelliert. Ziel ist es eine Verkeimung des Trinkwassernetzes zu vermeiden. Hierzu sind technische Anforderungen des Trinkwassernetzes zu erfüllen:

» Stagnation des Trinkwassernetzes ist zu vermeiden (Auswahl Warmwasserspeichervolumen, Zapfstellen alle 72 h nutzen, Leitungen durchschleifen für Durchströmung)
 
» Das Trinkwassernetz darf keine Verbindung zu Nichttrinkwassernetzen aufweisen. (Nachfüllleitung Heizungsanlage, nasse Feuerlöschleitung
 

» Temperaturbereiche vermeiden, die Bakterienwachstum fördern (Richtig Isolieren, WW-Austritt min. 60°C – Zirkulationseintritt = max 5°C Differenz, Hydraulischer Abgleich)


Anzeigepflichtige Trinkwasserversorgungsanlagen müssen jährlich an repräsentativen Stellen auf Legionellen untersucht werden.

trink3

 

Laborberichte – richtig auswerten:

» Werden Legionellen über 100 Stück pro 100 ml Trinkwasser nachgewiesen, so muss das Gesundheitsamt informiert werden und innerhalb von 4 Wochen eine Untersuchung an weiteren Entnahmestellen der kontaminierten Leitung stattfinden. Liegt der Legionellenbefall über 1000 Stück pro 100 ml Trinkwasser, muss die weiterführende Untersuchung unverzüglich erfolgen und es müssen Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden. » Tritt das Warmwasser unter 60°C aus und liegt die Wassertemperatur am Zirkulationseintritt mehr als 5°C unter der Warmwasseraustrittstemperatur, liegen Temperaturbereiche vor, die Bakterienwachstum fördern. Die Hydraulik des Zirkulationsnetzes muss optimiert werden.